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Wanderung zum Crespeinasee


Smaragdgrün schimmert der Crespinasee in einer Talmulde des Naturparkes Puez-Geisler. Eigentlich heißt der See „Lech de Crespeina“ und deutet somit bereits auf seine ladinische Zugehörigkeit.

In Wolkenstein fahren wir mit der Umflaufbahn zum Danterceppies-Joch. Die Umlaufbahn ist von Ende Juni bis Ende September geöffnet. Von der Bergstation führt uns der Weg Nr. 2A vorerst zur Clarkhütte hinab. Von hier aus geht es dann über Geröllfelder und Bergwiesen zum Tschierjoch auf 2469 m und weiter zum Crespeinajoch. Ab hier führt uns der Crespeina-Höhenweg beinahe eben durch eigentümlich geformte Landschaft in knapp 25 Minuten in die Senke des Crespeinasees.

Der See ist ungefähr 160 m lang, 70 m breit und knapp 5 m fief. Der Sage nach soll im Crespeinasee ein streitsüchtiger Drache gelebt haben, der sich immer wieder mit benachbarten Drachen anlegte. Ärgerte er sich über andere, dann schlug er mit seinem Schwanz so sehr auf das Wasser ein, dass riesige Wellen entstanden. Vor allem nachts, verließ der Drache den See und flog über die Puez-Hochfläche. Dabei leuchtete er in allen Farben des Regenbogens und zog einen langen Feuerschweif hinter sich her, was die Talbewohner aber immer als Vorboten von Unglück ansahen. So stellten sie eines Tages rund um den See eine Unmenge von Kreuzen auf und seither ward der Drache nicht mehr gesehen.

Nach einer kurzen Rast am See folgen wir aber dem Höhenweg weiter bis zum Ciampac-Joch von wo aus wir den Abstieg ins Langental beginnen. Der Weg führt uns durch das Val Culea und steigt etwas steil abwärts, bis wir etwas mehr als eine Stunde nach dem Joch den Talschluss des Langentals erreichen. Hier gelangen wir auf den Weg Nr. 14 und folgen diesen auf einem breiten Waldpfad durch das romantische, von Lärchen und Fichten bewachsene, Tal. Etwa 1 Stunde und wir erreichen den  Ausgang des Tales. Eine asphaltierte Straße führt uns in circa 20 Minuten zurück zur Talstation der Umlaufbahn. 


Kategorien: Wandern | Sommer Aktiv | See | Berg

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